Die meisten Frauen bereiten sich auf ein Shooting vor, als ginge es in eine Prüfung. Sie wollen vorher abnehmen, die Haut „in Ordnung bringen“, Posen üben. Das meiste davon bringt nichts. Einiges davon schadet sogar, weil es Druck aufbaut, der später im Gesicht zu sehen ist.
Was wirklich zählt
Schlaf. Eine ruhige Nacht vor dem Termin verändert mehr als jede Creme. Ausgeruhte Gesichter sind offener, und Müdigkeit im Blick lässt sich schwer wegretuschieren.
Trinken. Genug Wasser am Tag davor und am Shootingtag, dazu etwas essen, bevor du kommst. Ein Shooting dauert bei mir einen ganzen Tag, mit leerem Magen hältst du das nicht gut durch.
Abdrücke vermeiden. Enge Socken, Gummibänder, einschneidende BH-Träger oder Jeansbünde hinterlassen Spuren, die mehrere Stunden sichtbar bleiben. Zieh am Shootingtag locker sitzende Kleidung an, vor allem wenn es um Boudoir oder Akt geht.
Fragen stellen. Alles, was dir unklar ist, klären wir vorher. Je weniger du vorher raten musst, desto entspannter bist du vor der Kamera.
Was du dir sparen kannst
Eine Diät in den Wochen davor. Dein Körper ändert sich in dieser Zeit weniger, als du denkst, und der Stress ändert mehr als das Gewicht. Ich fotografiere Frauen in allen Größen, und die Garderobe im Studio ist darauf ausgelegt.
Perfekte Haut. Kleine Unreinheiten, Fältchen, Narben gehören zu einem Gesicht. Was stört, besprechen wir. Was bleibt, gibt dem Bild Charakter.
Posen üben. Das ist mein Job. Ich sage dir, wohin du den Kopf drehst, wie die Hände liegen, wo du hinschaust. Wer sich vorher zu Hause vor den Spiegel stellt, übt meist genau das Gegenteil von natürlich.
Ein neues Produkt ausprobieren. Keine neue Gesichtsmaske, kein Experiment beim Friseur am Vortag. Was deine Haut oder dein Haar nicht kennt, kann am Shootingtag reagieren.
Sag mir, was dich stört
Im Vorgespräch frage ich direkt nach den Stellen, mit denen du hadern könntest. Ich habe über die Jahre gelernt, damit zu arbeiten, mit Haltung, Position und Kleidung. Und noch etwas: Ein Körper, der Kinder getragen hat, trägt Spuren. Das ist manchmal ihr Lebenswerk, und ich sage Frauen, dass sie darauf stolz sein dürfen. Die perfekten Körper auf Instagram haben mit dem wirklichen Leben wenig zu tun.
Der eine Punkt, den ich dir ans Herz lege
Komm nicht mit der Haltung „Ich muss etwas leisten“. Du musst nichts beweisen. Das Vorgespräch gibt es genau dafür: Wir lernen uns kennen, du siehst das Studio, ich sehe, was dir wichtig ist. Danach kannst du entscheiden, ob es für dich passt.
Alle Details, die du vor dem Termin wissen willst, stehen im Leitfaden „Vor dem Shooting“. Wenn du Lust auf dein eigenes Shooting bekommen hast, vereinbare ein Kennenlerngespräch.

